Neueröffnung in London
Für Kinder und Teenager ist der Rummelplatz ein aufregender und magischer Ort: Musik, bunte Lichter, der Duft von Popcorn und Zuckerwatte, tolle Teddys zu gewinnen oder später – wenn alles klappt – die Autoscooter-Fahrt mit der ersten Liebe. Unvergesslich! Im Erwachsenenalter wird der Blick meist nüchterner, aber die Erinnerung bleibt. Wer sie erneuern und seinem inneren Kind eine Freude machen will, kann das jetzt in London ausprobieren: Im Businessbezirk Canary Wharf hat „Fairgame“ eröffnet, ein Rummel für Erwachsene, Zutritt erst ab 18 Jahren.
Karussells und Autoscooter sucht das innere Kind dort zwar vergeblich, kann sich dafür aber an vielen altbekannten Kirmesbudenspielen austoben – vom Dosenwerfen übers Entenfischen und den Totalisator bis zum Maulwurfkloppen. Den Britinnen und Briten sind sie alle vertraut von den „funfairs“, den typischen Rummelplätzen der Seebäder; im gerade erst eröffneten „Fairgame“ kommen sie in neuer und schickerer Version daher als in der durchschnittlichen „amusement hall“. Dazu können die Gäste Streetfood kaufen: Burger, Pizza, Tacos und Co. Anders als auf einem normalen Rummelplatz gibt es eine große bunte Bar im Kirmeslook, an der neben Bier, Wein und Alkoholfreiem auch Cocktails mit Popcorn-Geschmack und Prosecco mit Zuckerwatte zu haben sind, außerdem hochprozentige „Slushies“ und ein Drink namens „Rhubarbie and Ken“ mit Rhabarber-Gin und Prosecco.
Wer geht da hin? Zielgruppe sind (vermutlich) Leute aus den umliegenden Firmen, die nach einem Tag im Büro gern mal ihre spielerische Seite ausleben und den Business-Alltag hinter sich lassen wollen, außerdem Betriebsfeiern und die in Großbritannien sehr wichtigen „stag parties“ und „hen dos“, Junggesellen- und Junggesellinnen-Abschiede. Eine Dreiviertelstunde Spielzeit plus eine Stunde Zeit für Drinks und Essen kostet 13 Pfund. Die Ergebnisse der Spieler werden gespeichert – und, ja, es gibt am Ende Teddys zu gewinnen.
P. S. „Fairgame“ ist ein Wortspiel. Einerseits heißt es das, was man denken würde: ein faires Spiel. Andererseits ist es ein Begriff aus der Jägersprache: „Fair game“ bedeutet – auch im übertragenen Sinne – „Freiwild; zum Abschuss freigegeben“, was sich hier auf die Spiele mit Laser- und Wasserpistolen bezieht.
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