Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 22 82 22

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Die feine englische Art

Unser Katalog

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Die Kunst des Smalltalks in Großbritannien

Drei Frauen und ein Mann sitzen an einem Tisch im Büro und unterhalten sich.

Nutzen Sie unsere Smalltalk-Regeln, die sowohl für geschäftliche als auch private Treffen gelten, für Ihre Reisen nach Großbritannien.

Britinnen und Briten sind Meister des Smalltalks, den sie übrigens getrennt schreiben: „small talk“, das kleine Gespräch. Manchmal sagen sie auch „chitchat“ dazu, was ein bisschen nach Vogelgezwitscher klingt. Jedenfalls gehört das unverbindliche, höfliche Geplauder zum Alltag, an der Pub-Theke genauso wie bei wichtigen Verhandlungen. Es ist zutiefst unbritisch, direkt zur Sache zu kommen, und wer das tut, gilt als „blunt“, ein bisschen ungehobelt.

Smalltalk-Regeln im Vereinigten Königreich

Ein paar bewährte Smalltalk-Regeln, die uns bei Reisen ins Inselreich vor diesem Ruf bewahren:

  1. Bei der Begrüßung nach dem Wohlbefinden fragen, „how are you?“ Die Antwort hierauf lautet in aller Regel: „Fine, thank you. And you?“ Mit einer ausführlichen Darstellung der eigenen Krankengeschichte zu reagieren, ist unhöflich. „How do you do“ sagt man heute nur noch selten, es gilt als angestaubt.
  2. Gespräche übers Wetter sind im Vereinigten Königreich immer angebracht und niemals peinlich. Grundregel: Der Aussage des Gegenübers zustimmen: „It´s a nice day, isn´t it?“ – „Yes, lovely and warm, isn´t it?“ Ein Widerspruch im Sinne von „ich finde es aber kalt“ ist ein Regelverstoß.
  3. Es schadet nie, nach der Anreise zu fragen: „Did you come by car? How was the traffic?“, „Was your train on time?“ Königin Elizabeth II. pflegte sich grundsätzlich danach zu erkundigen, und dann kann es nicht falsch sein.
  4. Unbekannte darf man auf einer Party selbstverständlich fragen, in welcher Beziehung sie zu den Gastgebern stehen: „Are you a friend of Jane´s?“
  5. Die Frage nach dem Beruf ist schon ein bisschen „trickier“. Was, wenn der oder die Andere arbeitslos ist, im Burnout steckt oder nur Gelegenheitsjobs hat? Lieber ein bisschen vorfühlen, vielleicht von der eigenen Arbeit erzählen und abwarten. Kommt nichts, das Thema wechseln.
  6. Und die Politik? Früher war sie ein Tabu, heute nicht mehr. Wichtig: Nicht davon ausgehen, dass die eigene Meinung auch für das Gegenüber oder die Runde gilt, wir sagen nur Brexit. Wer sich über einheimische Politiker lustig macht, auch solche mit wirrem Haarschopf, betritt ein Minenfeld. Der Ton sollte immer respektvoll bleiben.
  7. Grundsätzlich gilt: Wer viel fragt, zeigt Wertschätzung – solange es nicht inquisitorisch oder sehr persönlich wird. Wenn wir antworten: nicht einsilbig mit Yes oder No.
  8. Da wir Gäste sind, überlassen wir es den Einheimischen, wann aus Smalltalk Geschäftsverhandlungen oder tiefsinnigere Gespräche werden oder ob es einfach bei der Unverbindlichkeit bleibt.

Fazit

Smalltalk ist eine Einstiegshilfe, verschönert den Alltag und lässt uns interessante Leute kennenlernen. Selbstverständlich gehen auch die Britinnen und Briten tiefere Beziehungen ein, deshalb ist der mitunter geäußerte Vorwurf der Oberflächlichkeit nicht angebracht. 

Reichen unsere Sprachkenntnisse für ein Gespräch nicht, so sagen wir das am besten gleich mit einem Lächeln. Viele Britinnen und Briten können sich nicht vorstellen, dass jemand sie nicht versteht, und werten Schweigen als Desinteresse.

Ein kurzes Video bei YouTube zum Thema, erstellt vom britischen Knigge Debrett´s.

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Sprachecke"

Die Evolution der britischen Sprache

Sprachecke | von Judith Heede

Von Shakespeare zum modernen Slang

Die englische Sprache ist wie eine Tasse Tee mit einem Schuss Whisky: traditionell, aber mit einer besonderen…

Weiterlesen
Die schönsten irischen Segenswünsche

Sprachecke | von Petra Milde

Ein Schritt ins neue Jahr ist immer auch ein bisschen ein Schritt ins Ungewisse. Trotz aller Planung und vieler Termine, die schon für 2025 im…

Weiterlesen
Ein Ausschnitt des berühmten Teppich von Bayeux

Sprachecke | von Stephan Mark Stirnimann

Ein Erbe der normannischen Eroberung

Woher kommt es, dass man bei britischen Autorinnen (etwa Daphne du Maurier), britischen Militärs (wie Sir Peter…

Weiterlesen
Weihnachtskarten auf Englisch

Sprachecke | von Judith Heede, Julia Stüber

Mit Stil, Charme und einem Hauch britischer Nostalgie

Es gibt sie: die perfekte Weihnachtskarte, die nicht nur herzlich, sondern auch ein kleines…

Weiterlesen