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Cornwall von A-Z

Cornwall von A-Z

Helston, Cornwall

Fischerdörfer, traumhafte Buchten mit Sandstränden, Heideflächen, Moorlandschaften und herrliche Gärten – Cornwall wird nicht umsonst als kleines Paradies bezeichnet. Hier ticken die Uhren anders. Es scheint gemächlicher zuzugehen als im Rest des Landes und auch ein bisschen mystisch. Künstler schätzen den Süden Englands wegen der günstigen Lichtverhältnisse, einige Menschen sind fasziniert von der Geschichte und den berühmten Sagen, andere kommen wegen des fast schon tropischen Klimas hierher und wieder andere versuchen, auf dem South West Coast Path zu sich selbst zu finden. Deshalb wollen wir dieser faszinierenden Region auf den Grund gehen. 

A – Artus

Auf einer Halbinsel an der Westküste Cornwalls liegt die sagenumwobene Burgruine Tintagel. Hier soll sowohl die Zeugung als auch die Geburt von König Artus stattgefunden haben. Davon berichtete zumindest Geoffrey von Monmouth um 1130 in seiner berühmten Artussage. Seit 2016 thront auf der Landzunge der Insel die 2,4 Meter hohe Bronzeskulptur Gallos, um an König Artus zu erinnern. 

B – Bodmin Moor

Diese Hochmoorlandschaft erstreckt sich über eine Fläche von rund 208 Quadratkilometern und befindet sich inmitten des nordöstlichen Cornwalls. Das Bodmin Moor wurde als Area of Outstanding Natural Beauty eingestuft (AONB). Die Stadt Bodmin selbst ist eine der ältesten Städte Cornwalls und war vor Truro sogar die Hauptstadt der Region. 

C – Coast Past

Der South West Coast Path ist mit einer Länge von 1.014 Kilometern der längste Fernwanderweg Südenglands und der zweitlängste ausgeschilderte Fernwanderweg in Großbritannien. Aufgrund der Steigungen gilt die Route, die von Minehead in Somerset entlang der Küste von Devon und Cornwall nach Poole Harbour führt, als anspruchsvoll. Wer nicht alleine wandern will, kann sich einer der vielen geführten Touren anschließen. Der Weg ist in verschiedene Abschnitte unterteilt (acht Wochenetappen oder 52 Tagesetappen). Spätestens seit dem Buch „Der Salzpfad“ von Raynor Winn ist der South West Coast Path zu einer wahren Pilgerstätte geworden. 

D – Driftwood

So ziemlich an jedem Strand in Cornwall findet man Treibholz. Inzwischen hat sich daraus schon fast so etwas wie eine eigene Kunstszene entwickelt, denn Einheimische bauen aus dem Holz, das der Atlantik bei starker Strömung anspült, Skulpturen oder Möbelstücke. Sogar kleine Boote entstehen bisweilen aus Treibholz. 

E – Eden Project

Bei dem Eden Project handelt es sich um riesige, wie durchsichtige Blasen aussehende Gewächshäuser (Biome), die zu einem botanischen Garten in der Nähe von St Austell gehören. Es gibt ein tropisches Biom in der Größe von drei Fußballfeldern, in dem man Pflanzen wie Kakaobäume, Bambus oder Kautschuk findet, die normalerweise im Regenwald wachsen und ein mediterranes Biom mit Olivenbäumen, Zitruspflanzen und Weinreben. Ein lohnendes Ausflugsziel!

F – Fischerdörfer

Vielen Menschen kommen beim Gedanken an Cornwall als erstes die maerlischen Fischerdörfer in den Sinn, sind sie doch auf vielen Bildern über die Region abgebildet. Malerische Gassen vor dramatischen Klippen tauchen im Geiste vor uns auf und wir können den Duft von frischem Hummer nahezu riechen, wenn der Küstenort St. Ives, das historische Polperro, Cadgwith oder Port Isaac erwähnt werden. 

G – Gärten

Dem milden Klima ist es zu verdanken, dass Cornwall neben der heimischen auch mit einer subtropischen Pflanzenvielfalt aufwarten kann. Kein Wunder, dass es hier so viele sehenswerte Gärten gibt, die jährlich Scharen von Touristinnen und Touristen anlocken. Besonders beliebt sind die „Lost Gardens of Heligan“ mit einem beeindruckenden Rhododendren-Tunnel und der „Trebah Garden“ am Helford River.

H – Helston

Diese hübsche kleine Marktstadt mit ihren etwa 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt zwischen Falmouth und Penzance und ist berühmt für ihren Fury Dance. Der findet jedes Jahr am 08. Mai im Rahmen eines Volksfestes statt und soll nach einem alten Brauch den Winter vertreiben. Mit Maiglöckchen geschmückte Paare tanzen den mittelalterlichen Reigen in historischen Kostümen – sehenswert!

I – Isles of Scilly

Die Inselgruppe befindet sich in 45 Kilometern Entfernung vor der Südwestspitze und ist damit der westlichste Punkt von England. Nur fünf der Inseln werden von insgesamt etwa 2.000 Menschen bewohnt. Sie stehen unter Naturschutz und wurden als „Area of Outstanding Natural Beauty“ eingestuft. Landschaft und Aussicht sind atemberaubend und der Golfstrom sorgt für zahlreiche Sonnenstunden. Von Penzance kann man von März bis November täglich die Fähre nehmen. 

J – Jenny Haniver

Bei Jenny Haniver handelt es sich um getrockneten Rochen, der – allerdings erst nach menschlichem Eingreifen – wie ein Meerungeheuer aussieht. Traditionell werden die Fische von Seeleuten präpariert und an Touristinnen und Touristen verkauft. Man vermutet, dass sich der Name vom französischen jeune d'Anvers (Mädchen aus Antwerpen) ableitet und von britischen Seeleuten in Jenny Haniver umgetauft wurde. Belegt ist dies allerdings nicht. 

K – Kernow

Cornischer Name für Cornwall

L – Land’s End

Die Landzunge ist der westlichste Zipfel auf der Hauptinsel Großbritanniens und trennt den Ärmelkanal von der Keltischen See. Das Gelände ist aufgrund seiner Beliebtheit bei Touristinnen und Touristen gebührenpflichtig.

M – Mousehole

Zwischen Penzance und Land’s End liegt dieses kleine, charmante Fischerdorf mit seinen rund 850 Einwohnerinnen und Einwohnern, seinen engen Gassen und steilen Sträßchen und natürlich mit seinem Hafen. Mousehole zählt zu den schönsten Fischerdörfern Großbritanniens und lockt neben den typischen Fischerbooten auch Segelboote und Yachten an. Aufgrund des milden Klimas wachsen hier sogar Palmen. 

N – Newquay

Die Stadt an der Nordküste ist bekannt für ihre Sandstrände. Die populärsten sind Fistral Beach und Watergate Bay. Die Atlantikwellen ziehen bei guten Bedingungen zahlreiche Surfbegeisterte an und es lohnt sich, dem Surfspektakel eine Weile zuzusehen. Nicht umsonst wird Newquay gerne als das Kalifornien von Cornwall bezeichnet. 

O – Obby Oss

Frühlingsfest in Padstow, das am 01. Mai gefeiert wird. Hier wird sogar gesungen, denn es gibt das Nachtlied und das Morgenlied. Zwei als Pferde verkleidete Männer ziehen begleitet von Musik in Prozessionen durch die bunt geschmückten Straßen.

P – Penzance

Die geschäftige Stadt besticht durch einen Hafen, viele Geschäfte, Kunstgalerien und Restaurants. Wer dem Trubel etwas entfliehen will, kann in der Chapel Street hübsche georgianische Häuser und Regency Gebäude bewundern. Auch sehenswert: Die Morrab Gärten. Sie befinden sich am Kai und warten mit einer subtropischen Pflanzenvielfalt auf. 

Q – Quay

In sämtlichen Fischerdörfern Cornwalls gibt es Anlegestellen, beispielsweise den Penzance Quay oder den Port Isaac Quay. Einst waren die Stege das Zentrum des Fischfangs und der Ort, an dem sich die Schmuggler trafen, heute sind sie das Herz eines jeden Küstendorfes. 

R – Rosamunde Pilcher

Die bekannte englische Schriftstellerin wurde am 22. September 1924 in Cornwall geboren und war zeitlebens mit der Region verbunden. Ihre Bücher, von denen zahlreiche in Cornwall verfilmt wurden und dadurch einen Touristenstrom auslösten, verkauften sich 65 Millionen Mal. 

S – St Michaels Mount

Gezeiteninsel an der Südwestspitze Englands. Vermutungen legen nahe, dass sich hier bereits zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert ein Kloster befunden haben könnte. Die ältesten noch erhaltenen Klostergebäude stammen jedoch aus dem 12. Jahrhundert. Die Kapelle auf dem Berg wurde im 15. Jahrhundert gebaut und befindet sich wie auch das Schloss unter privater Leitung. Im Jahr 1954 übergab die Adelsfamilie St. Levan den ganzen Besitz an den National Trust. Besichtigungen sind möglich. Dazu können Sie entweder die Fähre nehmen oder bei Niedrigwasser einen schmalen Damm überqueren. 

T – Tamar

Grenzfluss zwischen Cornwall und Devon

U – Usken

Cornishe Bezeichnung für „gefischt“. Hauptsächlich wird der Begriff im Zusammenhang mit dem „Usken“ von Krabben und Makrelen verwendet. 

V – Vanishing Cornwall

Das im Jahr 1967 erschienene Buch von Daphne du Maurier ist eine Liebeserklärung an die Region, in der sie seit ihrem 19. Lebensjahr lebte. Ihre Eltern hatten ein Ferienhaus in Bodinnick und sie beschloss eines Tages, dieses nicht mehr zu verlassen und in Cornwall zu bleiben. In Deutsch wurde das Buch unter dem Titel „Zauberhaftes Cornwall“ im Inselverlag veröffentlicht. 

W – Wrecking

Wörtlich übersetzt bedeutet Wrecking eigentlich Zerstörung. In Zusammenhang mit Cornwalls Küste bezeichnet man damit hingegen die Bergung von Gegenständen aus Schiffswracks. Dies war insbesondere zur Zeit der Schmuggler populär. Waren, die von einem solchen Wrack an Land gespült wurden, galten als Gemeingut. Allerdings war es verboten, etwas von einem gesunkenen Schiff an sich zu nehmen, so lange es noch Überlebende an Bord gab. Wurde also ein Überlebender gefunden, kam dies seinem Todesurteil gleich. 

X – X Marks the Spot

Eine typische Formulierung für einen konkreten Ort, der hauptsächlich in Verbindung mit Piraten und deren Schatzkarten verwendet wird und in Cornwall aufgrund der vielen Küstengeschichten über Piraten, Schmuggler und vergrabene Schätze entsprechend präsent ist.

Y – Yarg 

Käsespezialität aus West Cornwall. Vor der Reifung wird der milde Käse aus Kuhmilch in Brennnesselblätter eingewickelt. Direkt unter der Schicht ist die Konsistenz sehr cremig, während der Käse in der Mitte eher krümelig wird. 

Z – Zennor 

Nur wenige Bewohnerinnen und Bewohner zählt dieses kleine Dorf zwischen St Ives und St Just. Es liegt zwischen schroffen Granithügeln zum Atlantik hin. Früher gab es hier Steinbrüche und Zinn- und Kupferminen. Heute lebt man hauptsächlich vom Tourismus. 

 

Vielleicht haben Sie jetzt Fernweh bekommen. Wir wünschen Ihnen eine wundervolle und hoffentlich baldige Reise nach Cornwall. 

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