Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 22 82 22

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Die feine englische Art

Unser Katalog

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Julian Fellowes – der Mann, der „Downton Abbey“ erfand – wird 70

Julian Fellowes – der Mann, der „Downton Abbey“ erfand – wird 70

Julian Fellowes (Mitte) mit Gareth Neame und Michelle Dockery (rechts) am Set zum Kinofilm "Downton Abbey" (© 2019 FOCUS FEATURES LLC. ALL RIGHTS RESERVED)

Manche Menschen haben ein Lebensthema. Das von Julian Fellowes, dem Schöpfer von „Downton Abbey“, heißt: Wie fühlt es sich an, immer nur halb dazuzugehören? Denn so ging es dem adeligen Autor und Schauspieler, der am 17. August 70 Jahre alt wird, in seiner Jugend: Sein Vater war Mitglied der Aristokratie, die Mutter aber wurde als nicht ganz standesgemäß betrachtet. Diesen vermeintlichen Makel ließ man den jungen Julian spüren. Er wurde zu allen Festlichkeiten und Bällen eingeladen, war aber nie so richtig mittendrin und spürte, dass die anderen ihn mitleidig oder abschätzig ansahen. In allen drei Romanen, mit denen Fellowes Erfolg hatte („Snobs“, „Eine Klasse für sich“ und „Belgravia“) geht es genau um dieses Thema, und bei Downton Abbey ja auch. Wir erinnern uns: Der irische Chauffeur, der zu allem Überfluss auch noch „linke“ Ideen hat, heiratet die jüngste Tochter des Hauses. Das erschüttert die Landadelsfamilie von Lord und Lady Grantham in ihren Grundfesten. Irgendwann beruhigen sie sich dann und akzeptieren den jungen Mann, was hoffentlich auch im Kinofilm, der nächste Woche in unseren Kinos startet, so bleiben wird.

Fellowes kam in Kairo zur Welt, wo seine Eltern Diplomaten waren, wuchs aber in London auf. In den Swinging Sixties und den wilden Seventies war er ein junger Mann. Diese Ära brachte zwar in Großbritannien frischen Wind in die Gesellschaft, aber man darf sich nicht täuschen: Das Klassenbewusstsein weichte nur sehr allmählich auf und ist ja bis heute nicht verschwunden. Aber vielleicht war es gerade dieser Status „zwischen den Stühlen“, der Julian Fellowes eine bemerkenswerte Karriere ermöglichte. Er ging auf Privatschulen und studierte in Cambridge, wandte sich aber dann der Schauspielerei zu. Unter anderem war er im James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ von 1997 als Verteidigungsminister zu sehen (und „Lord Grantham“ Hugh Bonneville spielte auch mit). Drehbuchschreiben jedoch brachte den größeren Erfolg. Für den Film „Gosford Park“ (2001), einem mit Stars wie Stephen Fry, Kristin Scott Thomas, Maggie Smith und Helen Mirren besetzten und in der feinen Gesellschaft angesiedelten Krimi, bekam er den Oscar. Weitere Hits folgten, zuletzt „Das krumme Haus“, eine ziemlich gute Agatha-Christie-Verfilmung. Und jetzt natürlich die Kino-Version von „Downton Abbey“, auf die wir sehr gespannt sind. Fellowes hat außerdem schon seit ein paar Jahren eine Art Prequel in der Pipeline, das in Amerika spielt, Arbeitstitel „The Gilded Age“, das goldene Zeitalter.

P. S. Große Karrieren beginnen manchmal bescheiden: Unter einem weiblichen Künstlernamen schrieb Julian Fellowes in den 1970ern schwülstige Liebesromane. 

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Kultur-Kompass"

Cecelia Ahern über Inspiration, Emotionen und die Magie des Schreibens

Kultur-Kompass | von Julia Stüber

Im Rahmen der lit.COLOGNE hatten wir das Vergnügen, mit Cecelia Ahern zu sprechen – der irischen Bestsellerautorin von „P.S. Ich liebe dich“, deren…

Weiterlesen
Eric Clapton wird 80: Der Mann, der den Blues nicht loslässt

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Es gibt Musiker, die kommen und gehen, und dann gibt es Eric Clapton. Der Mann mit der Gitarre, der die 60er mitprägte, die 70er durchtrunken, die…

Weiterlesen
Zum Tolkien Reading Day

Kultur-Kompass | von Susanne Arnold

Seit 2003 wird er jährlich am 25. März zelebriert – der Tolkien Reading Day. Von den einen als kurioser Feiertag belächelt, wird er von der…

Weiterlesen
Marti Pellow: Von Pop über Jazz bis Musical

Kultur-Kompass | von Heike Fries

Der schottische Sänger Marti Pellow wird am 23. März 2025 sechzig Jahre alt. Bekannt wurde er als Frontmann der Band Wet Wet Wet, die vor allem mit…

Weiterlesen