Wenn Catherine, Princess of Wales, nicht gerade wie Ende Juni in Wanderstiefeln und wetterfester Ausrüstung die höchsten Berge Schottlands, Englands und Wales besteigt, sieht man sie im britischen Sommer meist in den schönsten Kleidern und Outfits des Landes – bei Wimbledon, Royal Ascot oder den Garden Parties im Buckingham Palace. Kaum ein Mitglied der Royal Family wird weltweit so genau beobachtet wie Kate Middleton. Nicht, weil sie jedem neuen Trend hinterherläuft. Sondern weil sie auch nach mehr als 15 Jahren im Rampenlicht jedes Mal atemberaubend aussieht und dabei immer wieder kleine modische Überraschungen einbaut. Der Sommer 2026 liefert dafür gleich mehrere Beispiele.
Eine Garden Party mit Self-Portrait
Den Auftakt der Sommersaison machte im Mai die erste Garden Party des Jahres im Buckingham Palace. Kate entschied sich für ein Ensemble des Londoner Labels Self-Portrait, einer Marke, zu der sie in den vergangenen Jahren immer häufiger greift. Gründer Han Chong verbindet klassische Schneiderkunst mit femininen Details wie Spitze, Plissee oder dreidimensionalen Blüten – deutlich modischer als viele traditionelle Royal-Lieblingslabels, zugleich aber formell genug für offizielle Termine.
Kates cremeweißes Ensemble kombinierte ein doppelreihiges Blazer-Oberteil mit einem plissierten Midirock und einer übergroßen Stoffblüte am Revers – ein Detail, das 2026 in zahlreichen Designerkollektionen auftauchte und anschließend auch die britische Modepresse beschäftigte. Kate Middleton gehört nicht zu den Royals, die jeden Trend mitmachen. Umso überraschender wirkte die markante Blüte, die dem ansonsten klassischen Garden-Party-Look eine dezente Carrie-Bradshaw-Note verlieh. Dazu trug sie einen farblich abgestimmten Hut von Philip Treacy, dem wohl bekanntesten Hutmacher der britischen Royal Family, dessen Entwürfe seit Jahrzehnten regelmäßig bei Hochzeiten, Garden Parties und Royal Ascot zu sehen sind.
Pastellblau für Trooping the Colour
Nur wenige Wochen später folgte Trooping the Colour, die offizielle Geburtstagsparade des Monarchen. Kate erschien in einem maßgeschneiderten Mantelkleid von Catherine Walker, einem Modehaus, das bereits Prinzessin Diana zu ihren bevorzugten Designern zählte und heute zu den wichtigsten Namen im königlichen Kleiderschrank gehört. Walker steht für präzise Taillierung, klare Linien und eine zurückhaltende Eleganz, die sich kaum an Trends orientiert. Auch hier wurde das hellblaue Ensemble mit einem Hut von Philip Treacy kombiniert.
Das Comeback-Kleid
Royal Ascot gehört jedes Jahr zu den elegantesten Terminen des britischen Sommers – und 2026 auch zu den farbenfrohesten. Kate erschien in einem zitronengelben Kleid der Londoner Designerin Roksanda Ilinčić, deren Entwürfe für skulpturale Schnitte, kräftige Farben und architektonische Silhouetten bekannt sind. Das Kleid war allerdings keine Neuheit. Seinen ersten Auftritt hatte es 2022 während ihres Jamaika-Stopps auf der Karibikreise 2022. Wenige Monate später trug Kate es erneut beim Damenfinale in Wimbledon. Royal Ascot 2026 markierte bereits seinen dritten großen Auftritt – ein bemerkenswertes Statement in einer Modewelt, die ständig nach dem nächsten neuen Look verlangt, fast schon eine kleine Rebellion gegen die Schnelllebigkeit der Mode und ein Plädoyer für Nachhaltigkeit.
Dazu kombinierte Kate einen Hut von Jane Taylor London, nudefarbene Pumps von Gianvito Rossi, das dreireihige Perlenarmband von Prinzessin Diana sowie Diamantohrringe aus dem Besitz von Queen Elizabeth II. Gerade dieser Mix gehört seit Jahren zu ihrer Garderobe: aktuelle britische Designer, kombiniert mit Schmuckstücken aus der königlichen Sammlung.
Wimbledon in Hellblau
Den modischen Höhepunkt des Sommers setzte schließlich Wimbledon. Statt eines floralen Kleides oder eines klassischen Tennis-Looks entschied sich Kate für einen hellblauen Hosenanzug von Gabriela Hearst. Die Designerin, geboren in Uruguay und ehemalige Kreativdirektorin des französischen Modehauses Chloé, gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen nachhaltiger Luxusmode. Ihre Kollektionen verbinden präzises Tailoring mit hochwertigen Naturmaterialien und bewusst reduzierten Silhouetten – Eigenschaften, die gut zu Kates Garderobe passen.
Mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit erhielt die Farbwahl. Während Buttergelb als Trendfarbe des Sommers gehandelt wurde, setzte Kate auf die Kombination aus Puderblau und Dunkelbraun. Innerhalb weniger Stunden griffen britische Modemedien genau diese Kombination auf und bezeichneten sie als eine der elegantesten Alternativen der Saison. Dazu kamen schokoladenbraune Pumps, eine farblich abgestimmte Tasche und Smaragdohrringe – genug Kontrast, um dem hellen Blau Tiefe zu geben, ohne die sommerliche Leichtigkeit des Looks zu verlieren.
Wie Catherine, Princess of Wales, zum Wimbledon-Finale erscheinen wird, wissen wir zum Redaktionsschluss dieses Beitrags noch nicht. Was wir allerdings ziemlich sicher wissen: Wenn sie als Schirmherrin des Turniers die Trophäe überreicht, wird ihr Outfit spätestens in wenigen Minuten wieder die internationalen Modeseiten füllen.


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