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Laurence Olivier: Schauspielkunst und private Dramen

Laurence Olivier: Schauspielkunst und private Dramen

Vivien Leigh und Laurence Olivier, 1948

Er war berühmt für seine Darstellungen von Hamlet und Richard dem Dritten, erfolgreich im Film wie auf der Theaterbühne: Laurence Olivier galt in den 1940er- und 1950er-Jahren als der Shakespeare-Darsteller schlechthin. Doch häufig reizten ihn auch ganz andere, zeitgenössische Stoffe. Vor 25 Jahren, am 11. Juli 1989, ist er gestorben. Oliviers Leben war so bewegt, dass es locker ebenfalls einen Filmstoff hergegeben hätte.

Die Schauspielerkarriere war dem gutaussehenden Mann – dessen Name übrigens der echte ist, auch wenn er wie ein Künstlername klingt – nicht in die Wiege gelegt: Sein Vater, ein anglikanischer Pfarrer, zeigte sich anfangs wenig begeistert vom Berufswunsch des Sohnes. Aber schon mit neun Jahren fiel der kleine Larry auf, als er in einer Schulaufführung von „Julius Caesar“ (Shakespeare von Anfang an!) in der Rolle des Brutus glänzte.

Seine Filme und Bühnenrollen aufzuzählen, würde viel Platz beanspruchen. Unvergessen ist er als Maxim de Winter in Hitchcocks „Rebecca“ nach dem Roman von Daphne du Maurier – leider fiel das Ende stark geschönt aus. 1940 war es undenkbar, dass ein Filmheld, wie im Buch vorgesehen, seine Frau umbringt und damit durchkommt.

Im wirklichen Leben war Olivier dreimal verheiratet. Seine erste Frau verließ er für Vivien Leigh (die kurz darauf als Scarlett in „Vom Winde verweht“ zu Weltruhm kam). Auch sie war damals verheiratet, ein unerhörter Skandal. Nach einer glücklichen Zeit ging es jedoch auch mit dieser Ehe bergab, da Vivien Leigh psychisch erkrankte – heute würde man von bipolarer Störung sprechen. Diese Jahre müssen für ihn sehr schwer gewesen sei, zumal das Paar nicht nur zusammen lebte, sondern auch immer wieder gemeinsam vor der Kamera und auf der Bühne stand. 1960 wurde die Ehe geschieden. Die letzte Heirat hielt bis zu seinem Tod.

Oliviers Schauspielkunst war ausdrucksstark, aus heutiger Sicht manchmal etwas dick aufgetragen, aber er beherrschte auch leise Töne. Als Regisseur tat er sich bei mehreren Produktionen der National Theatre Company in London, die er mitgegründet hatte, hervor. Er wurde mit vier Oscars und zahlreichen anderen Auszeichnungen geehrt.

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