Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 22 82 22

Unser Kundenservice

Die feine englische Art

Die feine englische Art

Unser Katalog

Gern schicken wir Ihnen sofort den aktuellsten Katalog per Post ins Haus. Füllen Sie hierzu einfach unser Bestellformular aus.

Jetzt Katalog bestellen

Unsere Kataloge sind immer ein Lesevergnügen. Es macht einfach Spaß, darin zu blättern und immer wieder Neues, Interessantes und Ungewöhnliches (eben typisch Britisches) zu entdecken!

Im Katalog blättern

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Alfred Hitchcock und der Blick in den Abgrund

Alfred Hitchcock und der Blick in den Abgrund

Alfred Hitchcock im Jahr 1956

Er wird der „master of suspense“ genannt, der Meister der Spannung. Aber Alfred Hitchcock, der am 29. April 1980 – also heute vor genau 40 Jahren – im Alter von 80 Jahren in Los Angeles starb, war auch und vor allem ein interessierter Laienpsychologe. In seinen mehr als 50 Filmen, von denen viele bis heute sehenswert sind, blicken wir oft in menschliche Abgründe. Da wimmelt es von unbewältigten Traumata, dominanten Müttern, manipulativen Gatten, Schuldgefühlen, Komplexen, unterdrückter Sexualität, unbeabsichtigten, aber folgenreichen Fehlern und, und, und … wirklich und wahrhaftig zum Gruseln! Vieles wirkt aus heutiger Sicht etwas konstruiert, trotzdem war Hitchcock seiner Zeit weit voraus und legte seine Figuren vielschichtiger an, als es damals üblich war.  

Berühmt wurde er in Hollywood, jedoch hatte der Sohn eines Kaufmanns zuvor schon in England zahlreiche Filme gedreht (ab 1939 ließ Hitchcock sich in den USA einbürgern). Ganz früh zeigte sich sein Talent, ungewöhnliche Mittel einzusetzen, zum Beispiel eine hektische Kameraführung, die den gehetzten Blick einer Figur nachahmt, eine künstliche und beängstigende Einengung des Sichtfeldes, extreme Nahaufnahmen. Unvergessen sind die Szenen aus „Psycho“ in der Dusche, die den Mord nur als Schattenriss zeigen, gefolgt vom Blut im Abfluss und überlagert von einer schrillen Tonfolge. Die Mordopfer, aber auch die weiblichen Hauptfiguren seiner Filme, waren in aller Regel blond und vom Typ „Eisprinzessin“, eine Fixierung, über die viel geschrieben und spekuliert worden ist. Zu den bekanntesten Vertreterinnen gehören Grace Kelly, die auch nach ihrer Heirat mit Fürst Rainier gern weiter mit Hitchcock gedreht hätte (aber nicht durfte), sowie Tippi Hedren.

Unter all den Filmen Alfred Hitchcocks die besten auszuwählen, ist schwierig. „Psycho“ gehört sicher dazu, weil er ein neues Genre schuf, den Horrorfilm mit psychopathischem Täter. „Rebecca“ hat viele unvergessliche Szenen, nicht nur den großen Brand von Manderley, auch die leisen und fiesen Worte der Haushälterin, die Joan Fontaine (oder vielmehr die namenlose junge Frau, die sie darstellt) zum Sprung aus dem Fenster auffordert. „Die Vögel“ brilliert durch für die damalige Zeit aufwendige Tricktechnik. Wer sich allerdings richtig gruseln will, sollte mal die Erzählung von Daphne du Maurier lesen, auf der das Drehbuch basiert. Viel schlimmer als der Film!

Mr. Hitchcock hat Maßstäbe gesetzt und Filmgeschichte geschrieben. Seine Handschrift ist ebenso unverkennbar wie sein Gesicht, über das er unglücklich war – was ihn aber nicht von seinen berühmten Cameo-Auftritten in vielen Filmen abhielt.

P. S. Die Undergroundstation von Leytonstone (wo er geboren wurde) ist mit Mosaiken geschmückt, die Szenen aus Hitchcocks Leben und Werk zeigen. Lohnt beim London-Besuch einen Abstecher! www.london-walking-tours.co.uk/secret-london/hitchcock-mosaics-leytonstone.htm 

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Kultur-Kompass"

Cecelia Ahern über Inspiration, Emotionen und die Magie des Schreibens

Kultur-Kompass | von Julia Stüber

Im Rahmen der lit.COLOGNE hatten wir das Vergnügen, mit Cecelia Ahern zu sprechen – der irischen Bestsellerautorin von „P.S. Ich liebe dich“, deren…

Weiterlesen
Eric Clapton wird 80: Der Mann, der den Blues nicht loslässt

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Es gibt Musiker, die kommen und gehen, und dann gibt es Eric Clapton. Der Mann mit der Gitarre, der die 60er mitprägte, die 70er durchtrunken, die…

Weiterlesen
Zum Tolkien Reading Day

Kultur-Kompass | von Susanne Arnold

Seit 2003 wird er jährlich am 25. März zelebriert – der Tolkien Reading Day. Von den einen als kurioser Feiertag belächelt, wird er von der…

Weiterlesen
Marti Pellow: Von Pop über Jazz bis Musical

Kultur-Kompass | von Heike Fries

Der schottische Sänger Marti Pellow wird am 23. März 2025 sechzig Jahre alt. Bekannt wurde er als Frontmann der Band Wet Wet Wet, die vor allem mit…

Weiterlesen