Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 22 82 22

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Zwei Geburtstagskinder: Hugh Grant und Colin Firth

Zwei Geburtstagskinder: Hugh Grant und Colin Firth

Beide sind große Stars und so englisch, englischer geht´s nicht. Und beide feiern kurz nacheinander runden Geburtstag: Hugh Grant wird heute, am 9. September, sechzig Jahre alt. Colin Firth feiert morgen, am 10. September, ebenfalls den Sechzigsten.

Fangen wir mit Hugh Grant an: In früheren Jahren war er auf die Rolle des liebenswerten, aber leicht verpeilten jungen Mannes spezialisiert und spielte sie in Variationen immer wieder. So süß! Aber ein solches Image lässt sich mit den Jahren schlecht durchhalten. Erstmals wich er in „Bridget Jones“ davon ab, wo er zwar als Charmeur, aber als nicht besonders nett rüberkam, dann in „About a Boy“ als reicher Nichtstuer. Inzwischen ist Grant längst ins Charakterfach gewechselt, richtig tolle Leistungen brachte er in „Florence Foster-Jenkins“ und der TV-Serie „A very English Scandal“, um nur einige zu nennen. Als schmieriger Privatdetektiv überzeugte er in „The Gentlemen“.

Grant hat einen sehr britischen Humor, der an Sarkasmus grenzt und es insbesondere nichtbritischen Reportern schwer macht, aus ihm ein brauchbares Zitat herauszukriegen. Seit Privatleben hat auch schon für Schlagzeilen gesorgt, da er fünf Kinder mit zwei Frauen hat und diese nicht in der „richtigen“ Reihenfolge geboren wurden, sondern im Wechsel mal von der einen und mal von der anderen Mommy. Aber das geht uns ja nichts an. Jedenfalls ist er ein toller Schauspieler und darüber hinaus politisch engagiert. Wir wollen noch viel vom ihm sehen!

Colin Firth war nie auf einen Typ festgelegt und spielte von Anfang an komödiantische, romantische und ernste bis todernste Rollen. Unvergessen ist natürlich bis heute sein Auftritt im nassen Hemd in „Stolz und Vorurteil“ von 1996, aber darauf wollen wir ihn nun wirklich nicht festlegen. Für seine Darstellung des stotternden Prinzen bzw. Königs in „The King´s Speech“ bekam er zu Recht einen Oscar – er schaffte es, diesen stark unter Druck stehenden Mann sehr anrührend zu porträtieren bis hin zu den legendären Wutausbrüchen. Weitere Highlights seiner Karriere sind die Filme „A Single Man“, „Vor uns das Meer“ und zuletzt das Kriegsdrama „2017“. Firths Spezialität sind Menschen, die nach außen hin sehr beherrscht und fast kühl wirken, was im starken Gegensatz zu ihrem verletzlichen und leidenschaftlichen Innenleben steht.

Was das eigene Privatleben angeht, war Colin zweimal verheiratet und hat drei Kinder. Er engagiert sich für mehrere Organisationen, auch für Umweltschutz und bedrohte Völker. Mit seinem Kollegen Grant hat er nicht nur mehrfach gemeinsam vor der Kamera gestanden – in den Bridget-Jones-Filmen und in „Tatsächlich … Liebe“ –, sondern ist sich auch als überzeugter Brexit-Gegner mit ihm einig.

Wir wünschen beiden Gentlemen von Herzen „Happy Birthday“!

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Kultur-Kompass"

Jeremy Irons in Irland: Ein Mann, ein Schloss

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Jeremy Irons ist ein Mann, der nicht erklären möchte, warum er so lebt, wie er lebt. Er ist auch keiner, der das Setting ausschlachtet, obwohl es sich…

Weiterlesen
Paddington: Wie ein Teddybär zur britischen Ikone wurde

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Die Geschichte von Paddington beginnt eher unscheinbar. Michael Bond, damals Kameramann bei der BBC, entdeckte 1956 in einem Londoner Kaufhaus einen…

Weiterlesen
Der kleine Lord: Kein Weihnachten ohne den herzerwärmenden Filmklassiker

Kultur-Kompass | von Petra Milde

Kein Weihnachten ohne den herzerwärmenden Filmklassiker

Wenn Weihnachten naht, dann führt kein Weg an ihnen vorbei: Um Spekulatius und…

Weiterlesen
Genialer Musiker, zäher Kämpfer: Nachruf auf Chris Rea

Kultur-Kompass | von Julia Stüber

Rauchige Stimme, coole Gitarre und Texte voller Gefühl: Mit dieser Mischung wurde Chris Rea ein großer Star. Selbst junge Leute, die glauben, ihn…

Weiterlesen