Wie wichtig guter Schlaf ist, müssen wir niemandem erzählen. Neben anderen Faktoren spielt das Ambiente unseres Schlafzimmers eine gewisse Rolle, wenn es darum geht, zur Ruhe zu kommen. Im Vereinigten Königreich legt man besonderen Wert auf eine stilvolle Einrichtung im „bedroom“, oft eine Mixtur aus zeitgenössischen Möbeln und Accessoires im Vintagelook. Beliebt ist seit einigen Jahren auch ein Styling à la „boutique hotel“ mit sanften Cremetönen, Massen von Kissen und, man höre und staune, Teppichboden.
Wenn es um britische Schlafzimmer geht, stellen sich aber zunächst zwei Fragen:
- Wie breit ist das Bett?
- Und was liegt obendrauf?
Tatsächlich ist nämlich das, was im Königreich als Doppel- oder Ehebett gilt, oft deutlich schmaler als hierzulande. 135 Zentimeter Breite gelten als das gängige Format, 160 Zentimenter sind schon Luxusklasse. Darüber hinaus muss meist eine (etwas breitere) Bettdecke für zwei herhalten. Das kann, wenn man es nicht gewohnt ist, zu nächtlichen Zankereien führen.
Hinzu kommt, dass die ältere Generation in Großbritannien mit der zum Verrutschen neigenden Kombi aus Laken und Wolldecke aufgewachsen ist und mitunter noch daran festhält, was für Gäste vom Kontinent gewöhnungsbedürftig ist. Auch die verstorbene Königin soll ihr Lebtag unter „blankets“ geschlafen haben. Soweit wir das wissen, haben aber inzwischen die meisten Haushalte Daunen- oder Steppbetten, die „duvets“ heißen. In Hotels hat man sich – was die Breite der Betten sowie die Decken angeht – ohnehin internationalen Standards angepasst.
Wie sieht ein stilvolles britisches Schlafzimmer aus?
Das variiert natürlich stark je nachdem, ob man in einem Cottage mit Balkendecke und schiefen Wänden, einem Standardzimmer, einem Loft oder im viktorianischen Altbau wohnt und schläft. Populär sind aber ganz generell:
- Betten aus Holz oder Metall im Nostalgiestil;
- alternativ ein Bett mit Kopfteil der gepolsterten, mit Knöpfen gegliederten Sorte;
- eine kleine Bank am Fußende, die möglichst frei bleiben sollte;
- Nachttischchen mit stilvoller Lampe für die abendliche Lektüre. Sehr schön sehen auch kleine runde oder halbrunde Beistelltischchen aus, die man sonst eher in Wohnzimmern findet;
- zart gemusterte Tapeten oder in sanften Farben gestrichene verputzte Wände;
- farblich passende lange Vorhänge oder Stoffrollos;
- Teppichboden, wie erwähnt. Der ist bei uns ziemlich out, im Königreich war er das nie. Meist ist er grau, beige oder cremefarben;
- ansehnliche Bettwäsche, die zum Stil des Zimmers passt;
- eine Überdecke nur dann, wenn sie besonders schön ist, zum Beispiel ein kunstvoll gefertigter Quilt oder ein Plaid in sanften Farben. Die früher im Königreich sehr verbreiteten Frotteedecken (genannt „candlewick“, weil das Muster Kerzendochten ähnelte) sieht man kaum noch;
- ein paar dekorative Kissen, die abends auf einem Stuhl oder Sessel landen;
- eine kleine Bildergalerie und,
- wenn Träume in Erfüllung gehen, sogar ein Betthimmel oder Baldachin. Passt in historische Gebäude, aber auch als Stilbruch in einen Loft.
Schicke Extras sind ein Sessel oder Sofa im Schlafzimmer oder sogar – ebenfalls von Hotels inspiriert – eine freistehende Badewanne am Fenster. Ansonsten gelten Bäder mit direktem Zugang vom Schlafzimmer aus („en suite“) als besonders erstrebenswert.
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