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Zum Tod von Dame Maggie Smith

Zum Tod von Dame Maggie Smith

Dame Maggie Smith war sicherlich eine der größten Schauspielerinnen unserer Zeit. Vom Theater übers Fernsehen bis zu Oscar-prämierten Filmen war sie eine Ikone der britischen Schauspielkunst, die sich auf die Darstellung exzentrischer Frauen spezialisiert hatte. Jetzt ist sie im Alter von 89 Jahren gestorben.

Kindheit und erste Schritte auf der Bühne

Margaret Natalie Smith wurde am 28. Dezember 1934 in Ilford, Essex, als jüngstes Kind von Margaret Hutton, einer schottischen Sekretärin und Nathaniel Smith, Gesundheitspathologe aus Newcastle upon Tyne, geboren. Sie hatte noch zwei ältere Zwillingsbrüder, Alistair und Ian. Als sie vier Jahre alt war, zog die Familie nach Oxford, weil ihr Vater eine Stelle an der dortigen Universität bekam. Smith besuchte die Oxford High School bis zum Alter von 16 Jahren, um dann am Oxford Playhouse Schauspiel zu studieren.

Im Alter von 17 Jahren begann Maggie Smith 1952 unter der Schirmherrschaft der Oxford University Dramatic Society ihre Karriere als Viola in „Twelfth Night“ am Oxford Playhouse. Viele weitere hoch gelobte Theaterrollen vor allem in London folgten, 1975 und 1979 spielte sie sogar am New Yorker Broadway. Auch erhielt sie ihre ersten Nominierungen und Theaterpreise wie den „Evening Standard Award“.

Vom Film zum Oscar

Maggie Smith spielte schon in den 50er-Jahren kleinere Rollen in Filmen, ihr Durchbruch kam jedoch mit „Hotel International“ von 1963, in dem sie neben Elizabeth Taylor, Richard Burton und Margaret Rutherford brillierte. 1965 wurde sie dann international bekannt als „Desdemona“ in Laurence Oliviers „Othello“, für die sie ihre erste Oscar-Nominierung erhielt. Gewonnen hat sie dann ihren ersten Oscar 1969 für die Titelrolle in „The Prime of Miss Jean Brodie“. 1978 spielte sie an der Seite von Michael Caine in Neil Simons „California Suite“ eine Oscar-Verliererin, wofür sie 1978 den Academy Award für die beste Nebendarstellerin erhielt. Sie ist seitdem die einzige Person, die einen Oscar für die Darstellung eines fiktiven Oscar-Kandidaten erhielt.

Viele weitere erinnerungswürdige Filmrollen sollten folgen, z. B. als vornehm aufdringliche englische Lady an des Diktators Tisch „Tee mit Mussolini“, als Mutter Oberin in „Sister Act“ oder als leicht neurotische Anstandsdame mit Helena Bonham-Carter in „Zimmer mit Aussicht“. Doch ihre erfolgreichsten Rollen kamen erst noch!

Harry Potter und Downton Abbey

Von 2001 bis 2011 spielte Maggie in sieben der acht „Harry Potter“-Verfilmungen die strenge Lehrerin Minerva McGonagall. Sie war sogar persönlich von der Autorin Joanne K. Rowling gebeten worden, die Rolle zu übernehmen. Dadurch wurde sie schlagartig einem jüngeren Publikum bekannt.

Ihren nächsten großen Erfolg feierte Maggie als Violet Crawley, Dowager Countess Of Grantham, in der umjubelten britischen Fernsehserie sowie den beiden Kinofilmen „Downton Abbey“. Für ihre Darstellung der verwitweten Gräfin mit dem scharfen Mundwerk erhielt sie völlig zurecht einen Golden Globe und drei Emmys.

Neben diesen Erfolgen spielte sie weiterhin am Theater und auch in kleineren Independent-Filmen.

Ihr Privatleben

Maggie Smith war privat eher schüchtern und gab selten Interviews – wenn dann aber mit viel Humor! 1967 heiratete sie den Schauspieler Robert Stephens. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Schauspieler Chris Larkin und Toby Stephens hervor, 1975 ließen sie sich scheiden. Smith heiratete im Jahr 1975 dann den Dramatiker Beverley Cross. Sie blieben bis zu seinem Tod 1998 verheiratet.

1988 wurde bei Smith die Basedow-Krankheit diagnostiziert, wegen der sie sich einer Strahlentherapie und einer Operation unterzog. Im Jahr 2008 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, von dem sie aber als vollständig geheilt galt.

Wohltätiges Engagement

2021 wurde Maggie Smith Schirmherrin der „International Glaucoma Association“, in der Hoffnung, die Bekanntheit des Glaukoms zu erhöhen. Sie ist Schirmherrin des Oxford Playhouse, wo sie ihre glanzvolle Karriere begann, und Vizepräsidentin des Chichester Cinema at New Park, ebenso wie Vizepräsidentin des Royal Theatrical Fund, der Mitglieder der Unterhaltungsbranche unterstützt, die aufgrund von Krankheit, Verletzung oder Gebrechen nicht arbeiten können.

Egal, ob als Minerva McGonagall oder Violet Crawley, Maggie Smith wird uns immer als wundervolle Darstellerin von Frauen mit enormer Willenskraft im Gedächtnis bleiben!

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