Telefon

Unseren Service erreichen Sie
Montag bis Freitag
von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter
(0848) 22 82 22

Eine schöne englische Landschaft
BLOG
Die feine englische Art

Die sehenswertesten Ausstellungen in London 2026

Die sehenswertesten Ausstellungen in London 2026

Winston Churchill beim Malen in Südfrankreich, 1958

Im Jahr 2026 ist in London einiges los in Sachen Kunst – von zeitgenössischen Ikonen über einen malenden Winston Churchill und bis hin zu viktorianischem Design. Hier ist eine chronologische Auswahl der sehenswertesten Ausstellungen.

Lucian Freud: Drawing into Painting, National Portrait Gallery | 12. Februar – 4. Mai

Lucian Freud (1922-2011) war einer der bedeutendsten Porträtmaler des 20. Jahrhunderts. Diese Ausstellung umfasst Werke aus den 1930er-Jahren bis ins frühe 21. Jahrhundert und erkundet die lebenslange Beschäftigung des Künstlers mit dem menschlichen Gesicht und der Figur. Zu sehen sind Zeichnungen in Bleistift, Tusche, Kohle und Radierungen. Auch Skizzenbücher aus dem Archiv der National Portrait Gallery sind erstmals zu bestaunen. 

https://www.npg.org.uk/whatson/exhibitions/2026/lucian-freud-drawing-into-painting

Inside Aardman: Wallace & Gromit and Friends, Young V&A | ab 12. Februar

Das Animationsstudio Aardman feiert im Jahr 2026 sein 50-jähriges Jubiläum. Diese Ausstellung nimmt das zum Anlass und entführt in die fantastischen Welten von Wallace & Gromit, Chicken Run, Shaun das Schaf, Morph und vielen anderen liebgewonnenen Charakteren. Es lassen sich über 150 Objekte bewundern, darunter noch nie zuvor gesehene Modelle, Sets und Storyboards aus den Archiven des Studios. Und es geht interaktiv zu: Besucherinnen und Besucher können einen Blick hinter die Kulissen des Animationsprozesses werfen – von der Ideenentwicklung und dem Storyboarding über die Modellherstellung und das Filmen bis hin zur Postproduktion. 

https://www.vam.ac.uk/exhibitions/inside-aardman-wallace-gromit-and-friends

Tracey Emin: A Second Life, Tate Modern | 27. Februar – 31. August

Dame Tracey Emin ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Young British Artists der 1990er Jahre. Sie ist bekannt für ihre kompromisslos persönliche Kunst, die intime Erfahrungen von Liebe, Verlust, Trauma und Heilung thematisiert. Die Tate Modern widmet ihr die bislang größte Ausstellung ihrer Karriere. Über 90 Werke aus vier Jahrzehnten künstlerischen Schaffens spannen den Bogen von ihrer Turner-Prize-nominierten Installation „My Bed“ aus dem Jahr 1998 bis zu brandneuen Bronzeskulpturen. Der Titel „A Second Life“ verweist auf Emins Neuanfang nach dem Verlust ihrer Mutter 2016 und ihrer eigenen Krebserkrankung 2020. Diese neueren Arbeiten wirken verletzlich und zutiefst berührend. Zu sehen sind Malerei, Video, Textilien, Neon-Arbeiten, Skulpturen und Installationen. 

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/tracey-emin

Queen Elizabeth II: Her Life in Style, The King's Gallery, Buckingham Palace | 10. April – 18. Oktober

Zum 100. Geburtstag der 2022 verstorbenen Queen Elizabeth II präsentiert der Buckingham Palace einen spannenden Einblick in ihre Mode. Etwa 200 Stücke wie Hüte, Schuhe und Accessoires sowie nie zuvor gesehene Design-Skizzen, Stoffmuster und handschriftliche Korrespondenz erzählen die Geschichte der am längsten regierenden britischen Monarchin anhand ihrer Garderobe. Zu den Highlights gehören ihr Brautjungfern-Kleid, ihr legendäres Hochzeitskleid und das prächtige Krönungskleid von 1953. 

https://www.rct.uk/collection/exhibitions/queen-elizabeth-ii-her-life-in-style/the-kings-gallery-buckingham-palace

James McNeill Whistler, Tate Britain | 21. Mai – 27. September

Der amerikanisch-britische Maler, der den Großteil seines Lebens in London verbrachte, prägte die Kunstszene des späten 19. Jahrhunderts wie kaum ein anderer. Die Ausstellung vereint sein weltberühmtes „Arrangement in Grey and Black No. 1“ – besser bekannt als „Whistlers Mutter“ – aus dem Musée d'Orsay mit selten oder nie gezeigten Werken aus allen Schaffensphasen. Whistlers Porträts, atmosphärische Themse-Landschaften, Zeichnungen und Drucke demonstrieren seine Meisterschaft im Umgang mit Licht, Stimmung und subtiler Farbharmonie. Seine Nocturnes – nächtliche Flusslandschaften in gedämpften Blau- und Grautönen – sind von geradezu hypnotischer Schönheit. 

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-britain/whistler

Winston Churchill: The Painter, The Wallace Collection | 23. Mai – 29. November

Bei Winston Churchill denkt man gemeinhin an einen bedeutenden Staatsmann. Weniger bekannt ist, dass er auch leidenschaftlicher Hobbymaler war: Diese Retrospektive ist die erste Ausstellung von Winston Churchills kreativem Werk im Vereinigten Königreich seit seinem Tod 1965. Besucherinnen und Besucher können etwa 50 Werke entdecken, von denen viele aus privaten Sammlungen stammen und teilweise noch nie öffentlich zu sehen waren. Churchill begann 1915 nach einer persönlichen Krise mit der Malerei und fand darin lebenslang Trost und Freude. Seine leuchtenden Landschaften aus Südfrankreich und Marokko zeigen einen überraschend sensiblen Beobachter von Licht und Atmosphäre.

https://www.wallacecollection.org/

Richard Dadd: Beyond Bedlam, Royal Academy of Arts | 25. Juli – 25. Oktober

Die erste große Retrospektive des viktorianischen Künstlers Richard Dadd (1817-1886) seit über 50 Jahren bringt rund 60 Gemälde und Aquarelle zusammen. Dadd konstruierte märchenhafte Welten, inspiriert von Shakespeare und der romantischen Literatur. Seine Werke entstanden zum großen Teil in einer viktorianischen Heilanstalt, in der er nach einem psychotischen Zusammenbruch 42 Jahre als Patient verbrachte. Dort schuf er mit außerordentlicher Detailgenauigkeit und technischer Raffinesse Werke wie „The Fairy Feller's Master-Stroke“ – ein Gemälde, das später Freddie Mercury zu Queens gleichnamigem Song inspirierte. 

https://www.royalacademy.org.uk/exhibition/richard-dadd

Vanessa Bell & Duncan Grant, Tate Britain | 12. November 2026 – 11. April 2027

Diese Ausstellung widmet sich zwei der bedeutendsten britischen Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts und beleuchtet auch ihre persönliche Beziehung. Über 250 Werke dokumentieren die 50-jährige kreative und phasenweise romantische Partnerschaft zwischen Vanessa Bell und Duncan Grant, Schlüsselfiguren der legendären Bloomsbury Group, die für Freiheit und radikale Experimente Kunst, Literatur und gesellschaftliches Denken in Großbritannien stand. Ein besonderes Highlight ist die originalgetreue Nachbildung von Duncan Grants Studio aus Charleston, Sussex – jenem Landhaus, das Bell und Grant gemeinsam in ein Gesamtkunstwerk verwandelten. Ihre postimpressionistischen Gemälde, Möbel, Keramiken und Textilien bieten einen intimen Einblick in eine der spannendsten Künstlergemeinschaften Englands jener Zeit, zu der auch Virginia Woolf, Lytton Strachey, und E.M. Forster gehörten.

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-britain/vanessa-bell-and-duncan-grant

Schreiben Sie uns einen Leserbrief

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Redaktion sich die Entscheidung vorbehält, ob und wann Ihr Leserbrief an dieser Stelle veröffentlicht wird.

Ihre E-Mail Adresse, den Vornamen und Ihren Namen benötigen wir zur Direktkommunikation zu Ihrer Veröffentlichung, etwa um Missbrauch und Fälle von Rechtsverletzungen unterbinden zu können. Ihre Daten werden ausschließlich in Zusammenhang mit dieser Kommentarfunktion genutzt und zu diesem Zweck in elektronischer Form gespeichert. Eine Weitergabe Ihrer Daten oder Teile davon erfolgt ausdrücklich nicht. Die entsprechende Datennutzung akzeptieren Sie mit dem Ausfüllen und Absenden dieses Formulars. Weitere Informationen zum Schutz Ihrer persönlichen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte füllen Sie das Formular aus (alle Felder müssen ausgefüllt sein).

Leserbriefe (0)

Keine Leserbriefe gefunden!

Neuen Leserbrief schreiben

Mehr aus der Rubrik "Kultur-Kompass"

Die sehenswertesten Ausstellungen in London 2026

Kultur-Kompass | von Heike Fries

Im Jahr 2026 ist in London einiges los in Sachen Kunst – von zeitgenössischen Ikonen über einen malenden Winston Churchill und bis hin zu…

Weiterlesen
Jeremy Irons in Irland: Ein Mann, ein Schloss

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Jeremy Irons ist ein Mann, der nicht erklären möchte, warum er so lebt, wie er lebt. Er ist auch keiner, der das Setting ausschlachtet, obwohl es sich…

Weiterlesen
Paddington: Wie ein Teddybär zur britischen Ikone wurde

Kultur-Kompass | von Judith Heede

Die Geschichte von Paddington beginnt eher unscheinbar. Michael Bond, damals Kameramann bei der BBC, entdeckte 1956 in einem Londoner Kaufhaus einen…

Weiterlesen
Der kleine Lord: Kein Weihnachten ohne den herzerwärmenden Filmklassiker

Kultur-Kompass | von Petra Milde

Kein Weihnachten ohne den herzerwärmenden Filmklassiker

Wenn Weihnachten naht, dann führt kein Weg an ihnen vorbei: Um Spekulatius und…

Weiterlesen